- Die Windows-App unterstützt jetzt Remote-Desktop-Verbindungen in lokalen Netzwerken ohne Arbeitskonto.
- Die älteren Remote-Desktop-Clients werden ab März 2026 schrittweise ersetzt.
Unter Windows 11 (und Windows 10) können Sie jetzt die Windows-App verwenden, um Remote-Desktop-Verbindungen innerhalb Ihres lokalen Netzwerks herzustellen. Damit wird eine wichtige Funktion wiederhergestellt, die zum Start fehlte.
Als Microsoft im Mai 2025 die klassische Remote Desktop-App ersetzte, fehlte der neuen Windows-App die Unterstützung für Verbindungen zu Computern im selben Netzwerk. Zu diesem Zeitpunkt mussten Benutzer als Notlösung auf das ältere Remote Desktop Connection-Tool zurückgreifen.
Diese Einschränkung wurde nun behoben. Die neuesten Updates ermöglichen direkte Verbindungen zu lokalen Geräten ohne Geschäfts- oder Schulkonto und machen die Windows-App damit zu einem vollwertigen Ersatz für die herkömmliche Remotedesktopverbindung. Sie dient weiterhin als zentrale Anlaufstelle für den Zugriff auf Microsoft 365, Azure Virtual Desktop, Windows 365 und Microsoft DevBox.
Die Verbesserungen konzentrieren sich auf Zuverlässigkeit, Produktivität und Sicherheit.
Laut Microsoft wurde die Windows-App im Laufe des letzten Jahres weiterentwickelt, um der wachsenden Nachfrage nach zuverlässigem, plattformübergreifendem Fernzugriff gerecht zu werden.
Die Zuverlässigkeitsverbesserungen zielen sowohl auf die Verbindungs- als auch auf die Sitzungsstabilität ab. Funktionen wie RDP Multipath nutzen redundante Netzwerkpfade, um Verbindungsabbrüche zu reduzieren, während verbesserte Failover-Funktionen und integrierte Diagnosefunktionen die Wartung und Fehlerbehebung von Verbindungen effektiver gestalten.
Produktivitätsupdates sorgen für ein geräteübergreifendes, nahtloses Nutzererlebnis. Nutzer können Sitzungen über das Startmenü oder Spotlight starten, Split-Screen-Layouts im Browser verwenden, Dateien über die Zwischenablage übertragen und von einer verbesserten macOS-Integration, Unterstützung externer Displays unter iOS sowie dem URI-basierten Sitzungsstart profitieren.
Sicherheit und Verwaltung wurden ebenfalls verbessert. Die App unterstützt jetzt die Intune-Verwaltung mobiler Anwendungen für iOS und Android, clientseitigen Tastatureingabeschutz, automatische Abmeldung von gemeinsam genutzten Geräten und eine Vorschau für Remote-PC-Verbindungen, auch für Benutzer ohne Arbeitskonto.
Eine einheitliche Plattform und die Zukunft der Remote-Desktop-Verbindung
Im Laufe des letzten Jahres hat das Unternehmen die Windows-App auf Windows, macOS, iOS, Android und das Web ausgeweitet und so das Nutzererlebnis plattformübergreifend vereinheitlicht.
Diese Aktualisierungen erfolgen im Zuge der schrittweisen Abschaffung älterer Remote-Desktop-Clients. Ab dem 27. März 2026 werden ältere Clients in kommerziellen Cloud-Umgebungen nicht mehr unterstützt. Damit wird die Windows-App zum primären Zugriffsweg für Azure Virtual Desktop und Windows 365.
Trotz des irreführenden Namens ist die Windows-App heute im Grunde ein einheitlicher Remote-Desktop-Client, der den Zugriff auf lokale PCs, Cloud-Desktops und Unternehmensumgebungen zu einer einzigen Benutzererfahrung vereint.