- Microsoft testet eine neu gestaltete Benutzeroberfläche für die Einstellungen des Windows Terminals.
- Das Update führt ein separates Einstellungsfenster anstelle des bisherigen integrierten Bedienfelds ein.
- Die Neugestaltung nutzt eine modulare Architektur für bessere Leistung und Wartungsfreundlichkeit.
- Das Unternehmen optimiert seine Prozesse aktiv auf Basis des Feedbacks der Community auf GitHub.
Microsoft testet eine überarbeitete Benutzeroberfläche für die Einstellungen des Windows Terminals, die diese Woche anhand erster Entwürfe auf GitHub vorgestellt wurde . Die von Entwickler Carlos Zamora veröffentlichte Vorschau beschreibt Änderungen an der Konfigurationsoberfläche der App. Entwicklung und Feedback finden öffentlich im Projekt-Repository statt.
Obwohl Windows Terminal leistungsstark ist, waren seine Einstellungen bisher komplex und mitunter abschreckend. Die Neugestaltung zielt darauf ab, die kognitive Belastung zu reduzieren, wichtige Optionen schneller zugänglich zu machen und die Benutzererfahrung an den modernen Stil von Windows 11 anzupassen.
Was ändert sich im Windows Terminal?
Die vorgeschlagene Überarbeitung geht weit über eine visuelle Aktualisierung hinaus. Sie überdenkt grundlegend, wie Nutzer sich in der Anwendung bewegen, wie Optionen beschriftet werden und wie Interaktionen funktionieren.
Im Zentrum der Neugestaltung steht ein neues, separates Einstellungsfenster, das das bisherige integrierte Bedienfeld ersetzt und Nutzern einen übersichtlicheren und fokussierteren Bereich zur Konfiguration der App bietet. Auch die Navigation wurde optimiert: Weniger Hauptkategorien wurden in intuitivere Gruppen wie „Start“, „Interaktion“ und „Rendering“ umstrukturiert.

Neues Terminal-Einstellungsfenster / Bild: Microsoft
Die Benutzeroberfläche selbst wird zunehmend an das Design von Windows 11 angepasst. Schalter werden schrittweise durch Kontrollkästchen ersetzt – eine dezente Änderung, die langjährigen Konventionen entspricht und die Übersichtlichkeit verbessert. Gleichzeitig wird die automatische Speicherung als Standardfunktion behandelt, obwohl Windows visuelle Indikatoren und eine Rückgängig-Option prüft, um Nutzern, die mehr Kontrolle über ihre Änderungen wünschen, mehr Sicherheit zu geben.

Terminal neue Kontrollkästchen / Bild: Microsoft
Für Nutzer, die mit dem Terminal weniger vertraut sind , bleiben die Kontextbeschreibungen direkt unter den jeweiligen Einstellungen erhalten und bieten so sofortige Hilfestellung, ohne dass die Dokumentation konsultiert werden muss. Auch die Sprache wird überarbeitet. Bezeichnungen wie „Aktionen“ werden durch verständlichere Begriffe wie „Tastenkombinationen“ ersetzt, und „Neues Tab-Menü“ wird zu „Dropdown-Menü“ vereinfacht, um den Erwartungen der Nutzer besser gerecht zu werden.

Terminalaktionseinstellungen / Bild: Microsoft
Noch tiefergehend wird der Bereich „Profile“ überarbeitet, um eine klarere Hierarchie zu schaffen. Dadurch lassen sich Standardeinstellungen, Farbschemata und individuelle Profile leichter unterscheiden. Das Ergebnis ist eine intuitivere und benutzerfreundlichere Einstellungsoberfläche, die letztendlich besser zu den Erwartungen an moderne Windows-Apps passt.

Terminalprofileinstellungen / Bild: Microsoft
Das Design legt zudem Wert auf Live-Vorschauen, insbesondere bei visuellen und Layoutänderungen, sodass die Benutzer die Ergebnisse sofort sehen können.
Technisch gesehen spiegelt diese Neugestaltung den Wandel hin zu einer modularen Schnittstellenarchitektur wider. Einstellungen werden in separate, wiederverwendbare Container mit einheitlicher Layoutlogik unterteilt. Die Navigation wird durch die Zusammenfassung redundanter Seiten und die Einführung von Bereichsgruppen vereinfacht. Die Verlagerung in ein separates Fenster entkoppelt zudem die Konfiguration von der Laufzeitschnittstelle, was die Reaktionsfähigkeit und Wartbarkeit verbessern kann.
Der Softwaregigant optimiert sein Produkt kontinuierlich auf Basis des Feedbacks von Einsteigern und erfahrenen Nutzern. Erste Tests zeigen, dass Echtzeit-Feedback, vorhersehbare Funktionen wie automatisches Speichern und klarere Namenskonventionen bevorzugt werden. Offene Fragen, beispielsweise zur Darstellung mehrerer Tastenkombinationen oder zur Umbenennung mehrdeutiger Abschnitte wie „Standardeinstellungen“, werden noch geprüft.
Diese Neugestaltung spiegelt einen umfassenderen Trend innerhalb von Microsoft wider. Kernwerkzeuge, die einst Entwicklern vorbehalten waren, werden nun für ein breiteres Publikum angepasst. Windows Terminal ist nicht länger nur ein Tool für fortgeschrittene Benutzer. Es entwickelt sich zu einer erstklassigen Schnittstelle für die Verwaltung moderner Systemumgebungen – von der lokalen Entwicklung bis hin zu Cloud-Workflows.
Wenn dem Unternehmen das gelingt, könnte Windows Terminal seine Funktionen endlich mit einer Benutzeroberfläche verbinden, die sich genauso schnell und intuitiv anfühlt wie die Befehle, die es ausführt.
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