Microsoft behebt endlich das unübersichtliche Kontextmenü (Rechtsklick) in Windows 11.

  • Microsoft entwickelt neue Steuerelemente, um die Unübersichtlichkeit des Kontextmenüs unter Windows 11 zu beheben.
  • Die neuen Steuerelemente stehen Entwicklern als Teil des Windows App SDK 2.0 (Vorschau) zur Verfügung.
  • Diese Menüführung wird nicht standardmäßig aktiviert sein. Die Umsetzung des Designs obliegt den Entwicklern.

Microsoft greift eine der umstrittensten Designentscheidungen von Windows 11 erneut auf : das Kontextmenü per Rechtsklick . Das Unternehmen testet derzeit (über Neowin ) eine neue WinUI-3-App-Designfunktion namens „Geteiltes Kontextmenü“. Diese scheint die lang ersehnte Lösung zu sein, die sich Nutzer seit der Veröffentlichung des Betriebssystems im Jahr 2021 gewünscht haben.

Dies ist nicht einfach nur eine weitere Überarbeitung der Benutzeroberfläche. Microsoft gibt stillschweigend zu, dass das „vereinfachte“ Kontextmenü gescheitert ist und unübersichtlich, inkonsistent und langsamer als die Vorgängerversion ist. Nun versucht das Unternehmen endlich, das mit dem neuen geteilten Kontextmenü angerichtete Chaos zu beseitigen.

Weniger Klicks und intelligentere Gruppierung

 

Das neue geteilte Kontextmenü gruppiert redundante oder verwandte Befehle unter einem einzigen ausklappbaren Eintrag und reduziert so die Menühöhe in Microsofts eigenen Tests um bis zu 38 Prozent. Anstatt beispielsweise „Mit Fotos öffnen“, „Mit Fotos bearbeiten“ und „Als Desktop-Hintergrund festlegen“ separat angezeigt zu sehen, erscheint nun der Eintrag „Mit Fotos öffnen“ . Bewegen Sie den Mauszeiger darüber, öffnet sich ein kleines Flyout mit verwandten Aktionen und Apps wie Paint oder dem Snipping Tool.

Microsoft behebt endlich das unübersichtliche Kontextmenü (Rechtsklick) in Windows 11.

Windows 11 Split-Kontextmenü / Bild: Microsoft

Diese Struktur verwendet das neue WinUI- Steuerelement „SplitMenuFlyoutItem“ , das einen Hauptbefehl und ein verschachteltes Flyout in einer einzigen Zeile kombiniert. Es ist zudem kontextsensitiv, d. h. die Menüs passen sich dynamisch dem Dateityp an (z. B. „Öffnen mit Notepad“ für .txt-Dateien oder „Öffnen mit VLC“ für Mediendateien), während sekundäre Werkzeuge übersichtlich angeordnet bleiben.

Entwickler können die primäre Standardaktion festlegen und weniger genutzte Optionen im Untermenü belassen. Das ist übersichtlicher, schneller und logischer, insbesondere für Nutzer, die vom endlosen Scrollen und den Duplikaten herkömmlicher Menüs genervt sind.

Wird dies im Datei-Explorer angezeigt?

Aktuell ist das geteilte Kontextmenü auf WinUI 3-basierte Apps wie die Fotos-App beschränkt. Entwickler können es mit der neuesten experimentellen Version (exp3) des Windows App SDK 2.0 testen. Windows hat noch nicht bestätigt, ob das neue Menü auch in der Windows 11-Oberfläche (Datei-Explorer und Desktop) verfügbar sein wird, doch die in den Community-Meetings gezeigten Beispiele deuten stark darauf hin.

Wenn Microsoft diese Funktion in die Benutzeroberfläche integriert, könnte jeder Rechtsklick davon profitieren. Andernfalls bleibt die Lösung nur teilweise, und wir erhalten einen Patch für moderne Apps, während das Betriebssystem selbst weiterhin das gleiche inkonsistente Verhalten aufweist.

Leistung, Vertrauen und Benutzerfreundlichkeit

Das Kontextmenü ist mehr als nur ein visuelles Element. Es gehört zu den meistgenutzten Funktionen von Windows 11. Ein fehlerhaftes oder inkonsistentes Kontextmenü verlangsamt den Arbeitsablauf, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Fehlklicks und mindert das Vertrauen von Nutzern, die auf vorhersehbares Verhalten angewiesen sind.

Als Microsoft 2021 das neue Kontextmenü einführte, versprach es Einfachheit. Stattdessen erlebten die Nutzer jedoch langsamere Ladezeiten, versteckte Optionen unter „Weitere Optionen anzeigen“ und Leistungseinbußen, selbst beim Rechtsklick auf ein einfaches Bild. Für viele war die Wiederherstellung des alten Kontextmenüs unter Windows 11 die einzige Möglichkeit, wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Diese neue Version könnte, falls sie systemweit implementiert wird, endlich die modernen und klassischen Menüs vereinen und so ein optimiertes Benutzererlebnis für den Alltagsbenutzer ermöglichen, ohne fortgeschrittene Benutzer mit zusätzlichen Klicks zu bestrafen.

Das Gesamtbild

Das geteilte Kontextmenü dient nicht nur der Optik, sondern verbessert auch den Benutzer-Workflow. Wenn dieser Ansatz über WinUI-Anwendungen hinaus Anwendung findet, könnte Windows 11 endlich das Kontextmenü bieten, das sich Nutzer vor vier Jahren gewünscht haben: schnell, konsistent, modern und übersichtlich.

Was haltet ihr von den neuen Änderungen am Kontextmenü? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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