- PowerToys 0.98 führt eine Befehlspaletten-Dockingstation ein, die permanent am Bildschirmrand fixiert bleibt.
- Das Dock ist in die Bereiche Start, Mitte und Ende unterteilt und bietet Platz für Befehle, benutzerdefinierte Aktionen und Hilfsprogramme.
- Es nutzt die AppBar-API, was bedeutet, dass es Bildschirmplatz reserviert und sich wie ein Teil des Desktop-Layouts verhält.
- Im Gegensatz zur Taskleiste ist das Dock aktionsorientiert und nicht für die Verwaltung laufender Anwendungen konzipiert.
PowerToys ermöglicht es Ihnen nun, die Befehlspalette oben oder seitlich am Bildschirm anzudocken, so wie es die Taskleiste unter Windows 11 tun sollte .
Die neue Funktion ist in PowerToys Version 0.98.0 enthalten und steht derzeit als Vorschau zur Verfügung.
Was das Befehlspaletten-Dock eigentlich ist
Im Kern ist das Dock eine permanente Symbolleiste, die am Bildschirmrand verankert ist und stets sichtbar bleibt. Es lässt sich nicht wie die herkömmliche Befehlspalette aufrufen.

Befehlspalette oben angedockt / Bild: Mauro Huculak
Das Dock ist mehr als nur eine Reihe von Symbolen. Es ist in drei funktionale Bereiche unterteilt, die den jeweiligen Zweck widerspiegeln. Beispielsweise gibt es einen Startbereich für die wichtigsten Befehle und Programme, darunter Standardprogramme wie Home und WinGet. Im mittleren Bereich können Sie Ihre eigenen Befehle hinzufügen, und der Endbereich ist für Hilfsprogramme wie Leistungsüberwachung und Datums- oder Zeitanzeigen vorgesehen.
Inwiefern verhält es sich anders als unter Windows 11?
Das Dock in PowerToys basiert auf der Windows AppBar API und reserviert dadurch Bildschirmplatz. Apps überlappen es nicht. Es wird Teil des Desktop-Layouts und ist nicht nur eine Überlagerung.
Diese Entscheidung ist von entscheidender Bedeutung. Anders als Widgets oder schwebende Panels wirkt das Dock dadurch eher wie eine Systemkomponente. Allerdings bringt dies auch Nachteile mit sich. Es lässt sich weder in der Größe verändern noch verschieben und blendet sich nicht automatisch aus. Einmal aktiviert, ist es fest sichtbar.
Optisch bietet Microsoft den Nutzern deutlich mehr Kontrolle als üblich. Man kann zwischen transparenten und Acrylmaterialien wechseln, Akzentfarben anwenden oder sogar einen benutzerdefinierten Bildhintergrund mit Unschärfe- und Helligkeitsreglern verwenden.
Ist das also Microsofts Antwort auf das Taskleistenproblem?
Hier kommt der redaktionelle Aspekt ins Spiel. Nutzer können die Taskleiste unter Windows 11 immer noch nicht verschieben, und dieser Umstand frustriert weiterhin einen Teil der fortgeschrittenen Nutzer. Die Möglichkeit, das Dock am oberen Bildschirmrand anzuzeigen, wirkt auf den ersten Blick wie eine Notlösung.
Das Verhalten spricht jedoch eine andere Sprache. Die Taskleiste ist passiv. Sie zeigt laufende Anwendungen und den Systemstatus an. Das Dock hingegen ist aktiv und für Ausführung, Anpassung und Erweiterbarkeit konzipiert. Die eine verwaltet Fenster, die andere löst Aktionen aus.
Um diese Frage direkt zu beantworten: Die Befehlspalette am Dock ist kein Ersatz für die Schwächen der Taskleiste. Microsoft hat bereits angekündigt, dass die Möglichkeit, die Position der Taskleiste zu ändern, für zukünftige Windows-11-Updates geplant ist. Das bedeutet, dass diese Funktion nicht dazu gedacht ist, diese Lücke zu schließen.
So erhalten Sie das Befehlspaletten-Dock
Zuerst müssten Sie die neueste Version von PowerToys installieren oder über die Seite „Allgemein“ auf die neueste Version aktualisieren .
Gehen Sie dann zu PowerToys > System Tools > Command Palette , aktivieren Sie den Schalter „Command Palette“ und klicken Sie anschließend auf „Settings“.

Befehlspaletten-Dock / Bild: Mauro Huculak
Klicken Sie auf der Einstellungsseite auf „Dock“ und aktivieren Sie den Schalter „Dock aktivieren“ . Wählen Sie die Position (oben, unten, links oder rechts).
Sie können auch den Farbmodus und den Materialeffekt, einschließlich des Hintergrunds, ändern.
TipsWebTech360 nimmt
Die Befehlspalette in PowerToys behebt nicht die Einschränkungen der Taskleiste unter Windows 11 und will es auch gar nicht. Vielmehr bietet sie eine alternative Möglichkeit zur Interaktion mit dem Desktop, die sich auf die Ausführung von Aktionen anstatt auf die Verwaltung von Anwendungen konzentriert.
Auch wenn es die Nutzer, die immer noch auf eine Verschiebung der Taskleiste warten, nicht zufriedenstellen wird, signalisiert es doch einen umfassenderen Wandel in der Entwicklung von Windows. Beim Dock geht es weniger darum, Fehlendes zu ersetzen, sondern vielmehr darum, die Möglichkeiten dieses Bildschirmbereichs neu zu definieren.