- Berichten zufolge plant Microsoft, die Möglichkeit, die Taskleiste in Windows 11 zu verschieben und ihre Größe zu ändern, im Jahr 2026 wiederherzustellen.
- Die Nutzer kritisieren das Betriebssystem schon lange wegen der eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten und der erzwungenen Änderungen an der Benutzeroberfläche.
- Dieser Schritt wird als Teil umfassenderer Bemühungen zur Verbesserung des öffentlichen Ansehens von Windows 11 beschrieben.
Nachdem Microsoft jahrelang eine der häufigsten Kritikpunkte an Windows 11 ignoriert hat , bereitet das Unternehmen nun offenbar die Wiederherstellung der Möglichkeit vor, die Taskleiste zu verschieben und in der Größe anzupassen. Genau jene Funktion, die jahrzehntelang existierte, bevor sie im Namen des „modernen Designs“ entfernt wurde.
Laut einem neuen Bericht von Windows Central plant das Unternehmen, die Möglichkeit, die Taskleiste zu verschieben, im Jahr 2026 wieder einzuführen. Dies soll Teil umfassenderer Bemühungen sein, die Akzeptanz des Betriebssystems zu verbessern . Die Formulierung ist aufschlussreich. Hier geht es nicht um Innovation, sondern um Schadensbegrenzung.
Eine Funktion, die nie repariert werden musste.
Mit dem Erscheinen von Windows 11 im Jahr 2021 entfernte Microsoft einige langjährige Anpassungsoptionen aus der Taskleiste. Nutzer konnten sie nicht mehr an den oberen oder seitlichen Bildschirmrand ziehen. Auch die Größenänderungsmöglichkeiten wurden eingeschränkt. Fortgeschrittene Nutzer, die vertikale Taskleisten für Ultrawide-Displays oder produktive Arbeitsumgebungen benötigten, hatten damit das Nachsehen.
Die damalige Begründung lautete, die Taskleiste von Grund auf neu zu entwickeln. Das Ergebnis war eine übersichtlichere, aber auch weniger leistungsfähige Oberfläche. Viele Nutzer empfanden dies als Rückschritt im Gewand eines Fortschritts und mussten auf Behelfslösungen zurückgreifen, um die fehlenden Funktionen zu kompensieren.
Nun, Jahre später, scheint Microsoft bereit zu sein, seinen Kurs zu ändern.
Verbesserung der Stimmung, eine Funktion nach der anderen
Der Bericht weist darauf hin, dass die Wiederherstellung der Möglichkeit, die Taskleiste an den oberen oder seitlichen Bildschirmrand zu verschieben, sowie die Unterstützung für deren Größenänderung Teil umfassenderer Bemühungen zur Verbesserung des öffentlichen Images von Windows 11 ist.
Seit seiner Markteinführung sieht sich das Betriebssystem anhaltender Kritik ausgesetzt, unter anderem wegen erzwungener Änderungen der Benutzeroberfläche, eingeschränkter Anpassungsmöglichkeiten, aggressiver Vermarktung von Diensten und KI- Funktionen sowie einer Reihe von Designentscheidungen, die viele Nutzer eher als Rückschritte denn als Verbesserungen ansahen.
Statt auf gewagte neue Funktionen scheint Microsoft sich darauf zu konzentrieren, grundlegende Funktionen wiederherzustellen, die den Nutzern unter Windows 10 bereits zur Verfügung standen.
Krümel oder Kurskorrektur?
Die Wiederherstellung dieser zuvor verfügbaren Taskleistenfunktionen durch Microsoft wird zweifellos begrüßt werden. Für viele ist es ein kleiner, aber bedeutsamer Erfolg. Es wirft jedoch auch eine größere Frage auf: Warum hat es so lange gedauert?
Windows 11 hat nach und nach Funktionen zurückerhalten, die ihm zum Verkaufsstart fehlten. Jede dieser Neuerungen wirkt weniger wie Innovation, sondern eher wie eine Art Wiedergutmachung. Die Nutzer wünschen sich keine radikalen Überarbeitungen. Sie wünschen sich Flexibilität, Kontrolle und die Berücksichtigung etablierter Arbeitsabläufe.
Wenn das Unternehmen seine Kundenzufriedenheit steigern will, ist die Wiederherstellung grundlegender Anpassungsmöglichkeiten ein logischer erster Schritt. Die eigentliche Bewährungsprobe wird sein, ob dies einen echten Kurswechsel markiert oder lediglich ein schrittweises Zugeständnis ist, um jahrelange unpopuläre Änderungen auszugleichen.
Die Botschaft ist klar: Windows 11 erhält möglicherweise endlich eine Funktion zurück, die es nie hätte verlieren sollen.